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Extreme Regenereignisse in Bremen

Ursachenanalyse der Überflutungen im August 2011

Abpumparbeiten im Gustav-Deetjen-Tunnel, jpg, 36.7 KB

August 2011. Innerhalb kurzer Zeit prasseln auf Bremen am 4. und 18. August so große Mengen Regen herab, dass Unterführungen und Straßen überfluten und Keller und Garagen unter Wasser stehen. In einigen Gebieten fallen bis zu 35 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde. Die starken Regenfälle bringen den Verkehr für Stunden fast vollständig zum Erliegen und sorgen für erhebliche Sachschäden. Durch den schnellen Einsatz von Katastrophenschutz und Feuerwehr kann Schlimmeres verhindert werden.

In den darauf folgenden Monaten wurden die Ursachen ausführlich untersucht. Wie konnte es dazu kommen und wie kann man so etwas in Zukunft verhindern? Im November 2011 legt die Arbeitsgruppe - bestehend aus dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, dem Bereich Stadtentwässerung des Umweltbetriebes Bremen und hanseWasser - ihren Abschlussbericht "Starkregen im August 2011 - Bewertung, Folgen und Strategien" (pdf, 208 KB) vor.

Ergebnisse zeigen Bedarf an integrativen Strategien

Der Bericht macht deutlich: Das Kanalnetz ist zwar ausreichend bemessen, kann auf solch extreme Regenereignisse aber nicht ausgelegt werden. Andere Maßnahmen und Strategien sind nötig, um in Zukunft auf häufigere und extreme Wetterphänomenen aufgrund des Klimawandels reagieren zu können. In den Blick genommen werden soll dabei vorrangig der oberflächige Abfluss, um dort Konzepte und langfristige Strategien zur besseren Anpassung an das Risiko im Extremregenfall zu entwickeln. Aber auch Maßnahmen an Gebäuden zum Rückstauschutz sowie zum Schutz vor Bodenfeuchte und Grundwasser sind vor dem Hintergrund des Klimawandels wichtig. Hier ist eine gemeinsame Diskussion aller, relevanter Institutionen zum Thema Stadtentwässerung erforderlich, um die vielfältigen Möglichkeiten konkreter Maßnahmen zur besseren Anpassung an extreme Wetterphänomene zu bündeln.

Die Deputation Umwelt, Bau und Verkehr, Stadtentwicklung und Energie beauftragte daraufhin den Umweltbetrieb Bremen, eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe zu Anpassungsstrategien und zum Risikomanagement im Umgang mit extremen Regenereignissen einzurichten.